Schweizer Startups im Bereich KI und maschinelles Lernen: Ein Leitfaden für Investoren

Im Jahr 2025 steht die Schweiz zum 14. Mal in Folge an erster Stelle des Global Innovation Index.

Zum 14. Mal in Folge ist die Schweiz die Nummer eins im Global Innovation Index [1]. Das Land ist auch Europas führend in künstlicher Intelligenz (KI). Im Jahr 2024 sammelten Schweizer KI-Startups 345’000’000 CHF ein. Dieser Betrag entspricht einer Steigerung von 134% gegenüber dem Vorjahr [2]. Dieses Wachstum bietet Investoren die Möglichkeit, neue und spannende Schweizer Unternehmen zu unterstützen.

Investitionen in KI unterscheiden sich von anderen Bereichen. Die Technologie verändert sich sehr schnell, und Unternehmen stehen im Wettbewerb mit anderen aus der ganzen Welt. Nicht alle KI-Unternehmen wachsen auf die gleiche Weise. Um zu verstehen, welche Schweizer KI-Startups stark sind, benötigen Investoren eine neue Denkweise.

Dieser Leitfaden hilft Investoren und Unternehmensgründern dabei, sich einen Überblick über wachsende KI- und Machine-Learning-Unternehmen in der Schweiz zu verschaffen. Er erklärt, was die “Wachstumsphase” für diese Unternehmen bedeutet, welche Unternehmen gut abschneiden und wie man die größten Risiken einschätzen kann.

Was die Wachstumsphase für Schweizer KI-Startups bedeutet

Für ein KI-Unternehmen bedeutet die “Wachstumsphase” mehr als nur die Höhe der eingeworbenen Finanzmittel. Sie bedeutet, dass das Unternehmen den Schritt von der Forschung zum breiten Vertrieb seines Produkts vollzieht [3].

Drei Anzeichen deuten darauf hin, dass sich ein Unternehmen in der Wachstumsphase befindet:

  • FinanzierungDas Unternehmen hat über seine ersten “Seed”-Finanzierungsrunden hinaus Kapital beschafft. In der Schweiz liegt die Seed-Finanzierung in der Regel unter 2.000.000 CHF [4]. Wachstumsfinanzierungsrunden sind viel größer. Yokoy hat beispielsweise 26.000.000 USD [5] und Unique 30.000.000 USD [6] aufgebracht. Diese hohen Beträge zeigen, dass die Investoren an den Geschäftsplan des Unternehmens glauben.
  • Kunden Das Unternehmen hat zahlende Kunden, nicht nur Testnutzer. Scandit hat weltweit über 1.700 Kunden [7]. Der Umsatz von DeepJudge stieg innerhalb eines Jahres um 500% [8]. Diese Zahlen zeigen, dass die Menschen die Produkte dieser Unternehmen kaufen möchten.
  • TeamDas Team wird größer. Start-ups werden in der Regel von wenigen Gründern geleitet. Unternehmen in der Wachstumsphase benötigen mehr Mitarbeiter, um weiter zu wachsen. Ein Team mit mehr als 15 Mitarbeitern bedeutet oft, dass das Unternehmen bereit ist, zu expandieren.

Schweizer KI-Unternehmen stehen in dieser Phase vor besonderen Herausforderungen. Aufgrund des globalen Wettbewerbs ist es schwierig, talentierte Arbeitskräfte zu finden. Der Aufbau von Vertrauen in Bereichen mit vielen Vorschriften, wie dem Finanz- und Gesundheitswesen, dauert lange. Außerdem ist die Schulung großer KI-Modelle mit hohen Kosten verbunden. Aufgrund dieser Herausforderungen konzentrieren sich Schweizer KI-Startups häufig auf die Lösung von Problemen für bestimmte Branchen.

Sechs Schweizer KI-Unternehmen in der Wachstumsphase

In der Schweiz gibt es viele KI-Unternehmen, die ihre Produkte erfolgreich verkaufen. Hier sind sechs Beispiele dafür, wie ein Unternehmen in der Wachstumsphase aussieht.

  1. Scandit
    Scandit wurde 2009 als Spin-off der ETH Zürich gegründet. Das Unternehmen nutzt Computer Vision, eine Technologie, die Computern das “Sehen” ermöglicht, um Barcodes zu scannen und Daten zu erfassen [9]. Im Jahr 2022 sammelte das Unternehmen 150 Millionen US-Dollar ein und wurde mit über 1 Milliarde US-Dollar bewertet [10]. Scandit hat mehr als 1.700 Kunden, darunter große Unternehmen wie Carrefour und FedEx [7]. Der Jahresumsatz des Unternehmens hat sich zwischen 2020 und 2022 verdoppelt [11]. Scandit hat seinen Sitz in Zürich und wurde schon früh von Schweizer Investoren wie Swisscom Ventures unterstützt [12].
  2. Yokoy
    Yokoy wurde 2019 in Zürich gegründet. Das Unternehmen nutzt KI, um Unternehmensausgaben wie die Verwaltung von Spesen und Rechnungen zu automatisieren [13]. In seiner Serie-A-Finanzierungsrunde sammelte es 26.000.000 US-Dollar ein [5].Yokoy arbeitet mittlerweile mit über 700 Unternehmen zusammen, darunter bekannte Marken wie Breitling und On Running [14]. Seine Technologie erspart Finanzteams viele Stunden manueller Arbeit. Das Unternehmen wurde auch von Swisscom Ventures unterstützt [15].
  3. Einzigartig
    Unique entwickelt KI-Tools für Finanz- und Vertriebsteams. Im Februar 2025 sammelte das Unternehmen 30 Millionen US-Dollar ein [6]. Der Schweizer Börsenbetreiber SIX nutzt das Produkt von Unique für seine 4000 Mitarbeitenden [16]. Diese Nutzung zeigt, dass die Technologie für grosse Unternehmen geeignet ist. Unique hat seinen Sitz in Zürich und wurde von Gründern ins Leben gerufen, die bereits zuvor Unternehmen aufgebaut haben [17].
  4. Gitterfluss
    LatticeFlow ist ein weiteres Spin-off der ETH Zürich, das 2020 gegründet wurde. Das Unternehmen arbeitet daran, KI-Systeme zuverlässiger und sicherer zu machen [18]. LatticeFlow hat mindestens 17’800’000 US-Dollar aufgebracht [19]. KI-Teams bei Siemens, den Schweizerischen Bundesbahnen und sogar dem US-Verteidigungsministerium nutzen die Tools von LatticeFlow [20]. Diese Kundenliste zeigt, dass das Unternehmen sowohl Geschäftskunden als auch Regierungskunden bedient. Es hat seinen Sitz in Zürich und erhielt Finanzmittel von Schweizer Investoren wie b2venture [21].
  5. Swiss-Mil
    Swiss-Mile wurde 2023 an der ETH Zürich gegründet. Das Unternehmen stellt selbstfahrende Lieferroboter für Unternehmen her [22]. Anfang 2024 sammelte es 22 Millionen US-Dollar ein [23]. Einer seiner Investoren ist Bezos Expeditions [24]. Swiss-Mile hat seinen Sitz in Zürich, einem wichtigen Zentrum für Robotik in der Schweiz.
  6. DeepJudge
    DeepJudge belegte den dritten Platz beim Swiss Startup Award 2025 Top 100 [25]. Das Unternehmen nutzt KI, um Anwälten bei der Prüfung von Verträgen und anderen Dokumenten zu helfen [26]. DeepJudge sammelte in seiner Serie-A-Finanzierungsrunde 42.000.000 US-Dollar ein [27].

Der Umsatz des Unternehmens wächst jährlich um über 500% [8]. Dieses rasante Wachstum zeigt, dass Anwaltskanzleien das Produkt als sehr nützlich empfinden. DeepJudge hat seinen Sitz in Zürich.

Das Schweizer KI-Ökosystem: Wo Innovation entsteht

Schweizer KI-Startups sind nicht allein. Sie sind Teil eines starken Netzwerks aus Universitäten, Forschungslabors und Geschäftspartnern.

Akademische Grundlagen
Die ETH Zürich und die EPFL gehören zu den besten Universitäten Europas, wenn es um die Gründung neuer Technologieunternehmen geht [28]. Die ETH Zürich hat 583 Unternehmen gegründet. Im Jahr 2024 war KI und maschinelles Lernen mit 10 neu gegründeten Unternehmen die führende Kategorie [29]. Diese Hochschulen bieten Start-ups Zugang zu Spitzenforschern und talentierten Studenten.
Das Swiss National AI Institute wurde im Oktober 2024 von der ETH Zürich und der EPFL gegründet, um die KI-Forschung und neue Ideen zu fördern [30]. Es erhielt für den Zeitraum 2025–2028 eine Förderung in Höhe von 20 Millionen Schweizer Franken [31]. Swisscom ist ein wichtiger Partner [32]. Eines seiner Ziele ist es, bis zum Sommer 2025 ein Schweizer KI-Sprachmodell zu entwickeln [33].

Wo sich Startups ansammeln
Zürich ist das wichtigste Zentrum für KI in der Schweiz. Hier befinden sich Forschungslabore großer Technologieunternehmen wie Google, Meta und OpenAI [34]. Diese Konzentration von Talenten schafft sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Startups können qualifizierte Mitarbeiter einstellen, müssen jedoch mit großen Unternehmen um dieselben Ingenieure konkurrieren.
Im Jahr 2024 gab es in Zürich 194 Finanzierungsrunden für Start-ups, die meisten in der Schweiz. In der Region um Lausanne und Genf gab es 151 Finanzierungsrunden [2]. Viele KI-Unternehmen in dieser Region konzentrieren sich aufgrund der Stärke der EPFL im Bereich der Biowissenschaften auf das Gesundheitswesen.

Unternehmenspartner und Kunden
Schweizer Unternehmen sind sehr daran interessiert, KI einzusetzen. SIX nutzt die Plattform von Unique. Siemens arbeitet mit EthonAI und LatticeFlow zusammen. Ein KI-Tool zur Betrugsbekämpfung von Netguardians schützt 60% der staatlichen Banken der Schweiz [35]. Diese Geschäftsbeziehungen helfen Start-ups dabei, die Funktionsfähigkeit ihrer Technologie unter Beweis zu stellen und ihre Produkte zu verbessern.

Staatliche Unterstützung
Die Schweiz unterstützt neue Unternehmen von Grund auf. Innosuisse ist eine Regierungsbehörde, die Start-ups finanziell fördert. Der Schweizerische Nationalfonds hat 2022 viermal mehr Geld für KI-Forschung bereitgestellt als 2017 [36]. Diese Unterstützung trägt dazu bei, neue Forschungsergebnisse in echte Unternehmen umzusetzen.

KI-Teilsektoren in der Schweiz

Schweizer KI-Unternehmen sind in verschiedenen Bereichen stark.

Angewandte KI
Der stärkste Bereich der Schweiz im Bereich KI. Hier nutzen Unternehmen KI, um spezifische Probleme in einer Branche zu lösen. Es gibt viele wachsende Unternehmen in den Bereichen Finanztechnologie (Yokoy), Rechtstechnologie (DeepJudge), Gesundheitswesen (RetinAI) und Immobilien (PriceHubble) [37]. Sie sind erfolgreich, weil sie die Bedürfnisse ihrer Branche sehr gut verstehen.

Robotik und autonome Systeme
Die Schweiz hat eine lange Tradition im Bereich der Ingenieurswissenschaften. Dies zeigt sich auch in den Robotikunternehmen, die aus der ETH Zürich hervorgegangen sind. Swiss-Mile baut Roboter für die Industrie, und ANYbotics stellt Roboter her, die Gebäude inspizieren [38]. Beide Unternehmen haben viel Geld aufgebracht. In diesem Bereich wird KI-Software mit Hardware kombiniert, was neuen Wettbewerbern den Markteintritt erschwert.

Computersicht
Computer Vision ermöglicht es Maschinen, Bilder und Videos zu verstehen. Dieser Bereich ist gut entwickelt und findet Anwendung in den Bereichen Versand, Einzelhandel und Fertigung. Scandit ist das erfolgreichste Unternehmen in diesem Bereich. Andere wachsende Unternehmen wie LatticeFlow und Viso.ai sind ebenfalls erfolgreich [39].

Natürliche Sprachverarbeitung
Natural Language Processing (NLP) hilft Computern, die menschliche Sprache zu verstehen. Unternehmen in diesem Bereich beschäftigen sich mit der Analyse von Texten und der Verarbeitung von Dokumenten. Legartis unterstützt beispielsweise Anwälte bei der Prüfung von Verträgen [40]. Die Swiss AI Initiative hat mit Apertus ein offenes Sprachmodell veröffentlicht und damit gezeigt, dass dies ein wichtiger Bereich für das Land ist [41].

Infrastruktur für maschinelles Lernen
Nur wenige Schweizer Unternehmen entwickeln Tools speziell für das Management von Machine-Learning-Projekten, was als MLOps bezeichnet wird. Die entsprechenden Kompetenzen sind jedoch sehr gefragt [42]. Organisationen wie das Swiss AI Center bieten Tools an, die Unternehmen bei der Nutzung von Machine-Learning-Modellen unterstützen [43]. Andere Unternehmen wie Toloka stellen Plattformen zur Verfügung, die den gesamten Prozess unterstützen [44].

Wie man Schweizer KI-Startups bewertet

Um KI-Unternehmen in der Wachstumsphase zu beurteilen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Diese fünf sind die wichtigsten.

Hintergrund des Teams
Überprüfen Sie den Bildungs- und beruflichen Werdegang der Gründer. Viele führende Schweizer KI-Unternehmen wie Scandit und Swiss-Mile wurden von Absolventen der ETH Zürich oder der EPFL gegründet [7] [22]. Andere Gründer verfügen über umfangreiche Erfahrungen in ihrer Branche. Das Team von Unique beispielsweise hat bereits zuvor erfolgreiche Unternehmen gegründet [17]. Ein starker technischer Hintergrund ist oft ein Zeichen dafür, dass die Gründer die Technologie genau verstehen.

Kundenvalidierung
Echte, zahlende Kunden sind der Beweis dafür, dass die Technologie eines Unternehmens nützlich ist. EthonAI arbeitet mit Siemens [46] zusammen, und zu den Kunden von Unique gehört SIX [16]. Visium hat über 250 KI-Lösungen für große Unternehmen wie Roche und Nestlé [47] entwickelt. Suchen Sie nach Unternehmen mit namhaften Kunden. Fragen Sie, wie viele Kunden sie haben und ob sie wachsen. Eine schnelle Wachstumsrate, wie die Steigerung von DeepJudge um 500%, ist ein sehr gutes Zeichen [8].

Datenvorteile
KI-Modelle benötigen Daten, um zu lernen und besser zu werden. Ein Unternehmen mit einem speziellen Datensatz, den andere nicht erhalten können, hat einen großen Vorteil. Fragen Sie, woher das Unternehmen seine Daten bezieht. Einige Unternehmen bauen diesen Vorteil im Laufe der Zeit auf. Je mehr Kunden ihr Produkt nutzen, desto mehr Daten erhält das Unternehmen, wodurch das Produkt noch besser wird.

Markteinführung
Schauen Sie sich an, wie das Unternehmen sein Produkt verkauft. Scandit hat 1.700 Kunden [7] und Yokoy hat 700 [14]. Diese Zahlen zeigen, dass sie wissen, wie man Kunden findet und gewinnt. Der Verkauf von KI an große Unternehmen kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Unternehmen, die einen Weg gefunden haben, ihre Produkte schneller zu verkaufen, sind im Vorteil.

Modellleistung
Es ist wichtig, dass ein KI-Modell gut funktioniert, aber Unternehmen geben ihre Leistungszahlen selten bekannt. Achten Sie stattdessen auf andere Anzeichen. Neural Concept gibt an, dass seine KI komplexe Computermodelle 1.000 Mal schneller laufen lässt [48]. Legartis sagt, dass seine KI von Anwälten trainiert wurde [49]. Diese Aussagen deuten darauf hin, dass das Produkt einen echten Mehrwert bietet.

Risiken, die es zu beachten gilt

Investitionen in KI bergen ganz eigene Risiken.

Talentwettbewerb
Zwei Drittel der Schweizer Technologieunternehmen geben an, dass sie Schwierigkeiten haben, Mitarbeiter mit KI-Kenntnissen zu finden [50]. Große Unternehmen wie Google und Microsoft stellen viele Ingenieure in Zürich ein, was es für Start-ups schwierig macht, im Wettbewerb um Talente zu bestehen. Schweizer Unternehmen haben manchmal auch Schwierigkeiten, erfahrene Vertriebs- und Führungskräfte zu finden. Viele von ihnen eröffnen Büros in den USA, um diese Talente zu finden [51].

Wettbewerb der großen Technologieunternehmen
Schweizer Startups konkurrieren oft mit großen Unternehmen wie OpenAI und Google. Sie sind erfolgreich, weil sie sich sehr gut auf eine Branche konzentrieren. Unique beispielsweise konzentriert sich auf Finanzteams [6] und DeepJudge auf Rechtsteams [26]. Diese spezifische Ausrichtung verschafft ihnen einen Wettbewerbsvorteil. Der gute Ruf der Schweiz in Sachen Datenschutz und Sicherheit hilft ihnen ebenfalls, sich gegen US-Unternehmen zu behaupten.

Änderung der Vorschriften
Das KI-Gesetz der Europäischen Union wird bis August 2026 vollständig in Kraft treten [52]. Schweizer Unternehmen mit Kunden in der EU müssen diese neuen Vorschriften befolgen. Auch die Schweiz hat im September 2023 ihr eigenes Datenschutzgesetz aktualisiert [53]. Unternehmen, die ihre KI-Systeme von Anfang an unter Berücksichtigung des Datenschutzes entwickeln, können dies als Verkaufsargument nutzen.

Der Vorteil des Schweizer Trusts in der KI
Die Schweiz schafft eine Marke rund um “vertrauenswürdige KI”, aber es geht um mehr als nur um Branding. Das Swiss National AI Institute konzentriert sich auf die Entwicklung einer offenen, transparenten und fairen KI [30] [54]. Das Sprachmodell Apertus ist ein gutes Beispiel dafür. Es wurde unter Verwendung öffentlicher Daten erstellt und sorgfältig geprüft, um die Privatsphäre der Menschen zu schützen [41]. Dieser Ansatz unterscheidet sich von vielen kommerziellen KI-Modellen, die geheim gehalten werden.

Die Swiss AI Platform von Swisscom ermöglicht es Unternehmen, leistungsstarke KI-Modelle zu nutzen und gleichzeitig ihre Daten innerhalb der Schweiz sicher zu speichern [55]. Diese Funktion trägt zur Lösung von Datenschutzproblemen bei. Die Regierung arbeitet außerdem an einem Digital Trust Label, um zu zeigen, welche digitalen Dienste zuverlässig sind [56].

Für Investoren bedeutet dieser Vertrauensvorteil, dass Schweizer KI-Unternehmen in sensiblen Bereichen wie Finanzen und Gesundheitswesen erfolgreich sein können. Für Gründer bedeutet dies, dass Klarheit in Bezug auf den Datenschutz ein Schlüssel zum Erfolg ist.

Marktgröße und Wachstum

Der Schweizer KI-Markt wächst rasant. Es wird erwartet, dass er von 1,74 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 7,71 Billionen US-Dollar im Jahr 2030 wachsen wird [57]. Generative KI könnte der Schweizer Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren etwa 111 TP3T hinzufügen [58].

Investoren werden darauf aufmerksam. Im Jahr 2024 floss fast ein Drittel aller Investitionen in Schweizer Deep-Tech-Unternehmen in KI-Startups [59]. Die 345.000.000 CHF, die 2024 in KI-Startups investiert wurden, waren 134% mehr als im Jahr zuvor [2].

Gesundheitswesen und Biotechnologie erhalten in der Schweiz nach wie vor die meisten Gesamtinvestitionen [60]. Aber KI ist der am schnellsten wachsende Bereich. Die meisten Schweizer KI-Unternehmen planen, ihre Produkte weltweit zu verkaufen.

Für Investoren bietet diese Situation eine gute Gelegenheit. Die Kosten für eine Investition in ein junges Schweizer KI-Unternehmen können niedriger sein als im Silicon Valley, aber die Qualität der Talente und Technologien ist genauso hoch.

Investitionsmöglichkeiten finden

Traditionell haben wachsende Schweizer KI-Unternehmen Geld von Risikokapitalfirmen und nicht von Crowdinvestoren beschafft. Zu den wichtigsten Investoren zählen Swisscom Ventures, b2venture und Redalpine [61]. Auch große US-Investoren finanzieren Schweizer Start-ups [62].

Angel-Investoren-Gruppen wie SICTIC investieren oft in Unternehmen, die sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden [63]. Finanzierungsrunden in der Wachstumsphase sind für einzelne Angel-Investoren in der Regel zu umfangreich. Swisscom Ventures investiert beispielsweise in der Regel zwischen 2.000.000 und 10.000.000 US-Dollar, um zu starten [64].

Die Möglichkeiten für Privatanleger wachsen, da neue Plattformen Zugang zu verschiedenen Arten von Vermögenswerten bieten. Multi-Asset-Plattformen für Schweizer Anleger (wie CapiWell) können Zugang zu Geschäften in den Bereichen Immobilien, Kreditvergabe und Privatunternehmen bieten, die früher nur großen Institutionen vorbehalten waren.

Für Gründer ist es wichtig zu wissen, was Investoren in jeder Phase erwarten. Investoren in der Wachstumsphase wollen mehr als nur gute Technologie sehen. Sie wollen einen klaren Vertriebsplan, gute Finanzzahlen und einen Weg zum Erfolg sehen.

Informationsrechte

Informationsrechte sind Regeln darüber, welche Finanzberichte Sie erhalten. Das Schweizer Recht gewährt Ihnen grundlegende Rechte, aber Sie sollten in Ihrem Vertrag weitere Rechte einfordern [14].

Großinvestoren erhalten in der Regel [15]:

  • Jährliche Finanzberichte, die von einem Wirtschaftsprüfer geprüft wurden.
  • Finanzberichte alle drei Monate.
  • Der Ausgabenplan des Unternehmens für das Jahr.

Crowdinvesting-Anleger erhalten in der Regel alle drei oder sechs Monate über die Plattform aktuelle Informationen.

Verantwortungsvolle KI als Wettbewerbsvorteil

Die Idee, faire und ethische KI zu entwickeln, wird zu einem echten Geschäftsvorteil.

Gruppen wie AI Swiss arbeiten daran, eine Zukunft zu gestalten, in der KI den Menschen hilft [65]. Start-ups gründen Unternehmen, die auf dieser Idee basieren. FairwAI nutzt KI, um Vorurteile im Gesundheitswesen und bei der Personalbeschaffung aufzudecken und zu beseitigen [66]. Unit8 ist ein Unternehmen, das sich verpflichtet hat, Daten und KI verantwortungsbewusst einzusetzen [67].

Der Fokus des Swiss National AI Institute auf Vertrauen und Offenheit unterstützt diese Bemühungen [30]. Es arbeitet sogar an Projekten zum Aufbau von KI für Gemeinschaften, die oft übersehen werden [68].

Bei der Betrachtung von KI-Unternehmen sollten Investoren nach deren verantwortungsvollen KI-Praktiken fragen. Wie gehen sie mit Daten um? Was tun sie, um Verzerrungen zu vermeiden? Unternehmen, die diese Fragen gut beantworten können, sind besser für die Zukunft gerüstet.

Wichtige Erkenntnisse für Investoren und Gründer

Schweizer Start-ups im Bereich KI und maschinelles Lernen zeichnen sich durch eine besondere Mischung aus erstklassigen technischen Talenten, einer starken Fokussierung auf bestimmte Branchen und einem Vorteil aus, der auf Vertrauen und hohen Standards basiert.

Für Investoren liegt die Chance darin, Unternehmen in der Wachstumsphase zu unterstützen, die bereits bewiesen haben, dass ihre Technologie funktioniert. Die sechs in diesem Leitfaden beschriebenen Unternehmen zeigen, wie Erfolg aussieht: namhafte Kunden, schnelles Umsatzwachstum und große Finanzierungsrunden.

Für Gründer kommt der Erfolg durch die Kombination von großartiger Technologie mit intelligenten Geschäftsplänen. Die erfolgreichen Schweizer KI-Startups verstehen die Probleme ihrer Branche besser als allgemeine KI-Tools. Sie bauen Teams mit Kompetenzen sowohl in der Forschung als auch im Vertrieb auf. Außerdem nutzen sie den Ruf der Schweiz als vertrauenswürdiges Land, um sich von anderen abzuheben.

Das Unterstützungssystem in der Schweiz ist stark. Universitäten sorgen für einen stetigen Nachschub an Talenten, Geschäftspartner helfen dabei, die Funktionsfähigkeit der Technologie unter Beweis zu stellen, und die Regierung unterstützt neue Ideen.

Die Herausforderungen sind ebenfalls real. Es ist schwierig, talentierte Mitarbeiter zu finden, und Vorschriften können sich ändern. Aber Schweizer Unternehmen, die sich fokussieren, Datenvorteile aufbauen und ihre Pläne gut umsetzen, können auf globaler Ebene erfolgreich sein. KI ist ein Werkzeug, das jede Branche verändert. Die besten Investitionsmöglichkeiten bieten sich bei den Unternehmen, die diesen Wandel anführen.

Für Schweizer Anleger erfordert die Navigation in diesem wachstumsstarken Sektor einen ausgewogenen Plan. Investitionen in spannende Bereiche wie KI können hohe Renditen bieten, sind aber auch mit einem hohen Risiko verbunden. Diese Herausforderung macht einen Multi-Asset-Ansatz so wichtig. Mit einer Plattform wie Capiwell können Schweizer Anleger risikoreiche Investitionen in den Bereichen Gesundheitswesen und Technologie mit stabileren alternativen Anlagen ausgleichen und so ein sichereres und diversifiziertes Portfolio aufbauen.

Referenzen

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[43] Swiss AI x Deep Tech: Schweizer Durchbrüche, die die Zukunft gestalten, Deep Tech Nation Switzerland
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[49] 10 Schweizer Startups im Bereich KI und maschinelles Lernen, die man im Auge behalten sollte, Venturelab
[50] KI für KMU: Warum Ihr Unternehmen jetzt handeln muss, Noevu GmbH
[51] Das große Schweizer KI-Geheimnis: Wie ein kleines Land die Tech-Giganten herausfordert, Greater Zurich
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[56] Schweiz: Innovation und Regulierung an der Schnittstelle von KI, IFC Review
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[62] 6 bekannte KI-Investoren in der Schweiz, die man kennen sollte, Fintech Schweiz Digital Finance News
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[64] Startseite, Swisscom Ventures
[65] AI Swiss | Gestaltung einer menschenzentrierten KI-Zukunft in der Schweiz
[66] 10 Schweizer Startups im Bereich KI und maschinelles Lernen, die man im Auge behalten sollte, Venturelab
[67] 10 Schweizer Startups im Bereich KI und maschinelles Lernen, die man im Auge behalten sollte, Venturelab
[68] Schweizer KI für das Gemeinwohl: Ein prosozialer KI-Entwurf für die Welt?, Forbes

Momentum Makers: Startups in der Wachstumsphase

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