Wie die Reichsten widerstandsfähige Portfolios aufbauen und warum Immobilien dabei eine zentrale Rolle spielen

Die CapiWell-Perspektive untersucht, wie globale Vermögensbesitzer ihre Portfolios umgestalten und was diese Muster über die Rolle von Immobilien bei der langfristigen Vermögenssicherung aussagen.

Die CapiWell-Perspektive befasst sich damit, wie vermögende Privatpersonen weltweit ihre Anlageportfolios anpassen und was diese Trends über die Bedeutung von Immobilien für den langfristigen Erhalt von Vermögen aussagen.

Das globale Privatvermögen wächst weiter, doch die Art und Weise, wie die reichsten Menschen der Welt ihr Kapital anlegen, unterliegt einem strukturellen Wandel. Untersuchungen von UBS, PwC und BCG zeigen, dass große Vermögen zwar weiterhin wachsen, Investitionsentscheidungen jedoch zunehmend von Stabilität, Rechtssicherheit und langfristiger Werterhaltung bestimmt werden. Die Schweiz mit ihrer rechtlichen Beständigkeit und ihrem begrenzten Immobilienangebot verkörpert viele der Präferenzen, die die heutige Vermögensstrategie prägen. Bei den Vermögendsten zeichnet sich ein wiederkehrendes Muster ab: Dauerhafter Wohlstand ist in Strukturen verankert, die auch dann stabil bleiben, wenn sich das Umfeld verändert.

Der weltweite Wohlstand wächst, während die Vorsicht zunimmt

Der UBS – PwC Billionaires Report 2025 verzeichnet einen Anstieg des weltweiten Milliardärsvermögens um 14 Prozent im vergangenen Jahr. Die Zahl der Personen mit einem Vermögen von mehr als 1 Milliarde US-Dollar stieg von 2’919 auf 3’025. Laut BCG wird das weltweite Finanzvermögen von derzeit 312 Billionen US-Dollar bis 2029 auf fast 405 Billionen US-Dollar anwachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von rund sechs Prozent entspricht.
Diese Gewinne konzentrieren sich auf Personen mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar, insbesondere in den Bereichen Technologie und private Märkte. Trotz des wachsenden Kapitals ist das Allokationsverhalten jedoch konservativer geworden. Große Vermögensbasen verstärken eher das Bewusstsein für Anfälligkeiten, anstatt es zu verringern. Dieses Muster deutet darauf hin, dass mit zunehmendem Vermögen auch der Instinkt wächst, die stabilsten Elemente zu schützen.

Vermögensaufbau und Vermögenssicherung werden nicht von denselben Faktoren bestimmt.

Die Technologiebranche generiert weiterhin außergewöhnlichen Wohlstand. Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Halbleiter trugen dazu bei, dass das globale Vermögen der Technologiebranche im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent gestiegen ist. Auch der industrielle Wohlstand hat zugenommen, unterstützt durch Automatisierung und die Energiewende.
Doch die Sektoren, die Wohlstand schaffen, sind selten diejenigen, auf die man sich verlässt, um ihn zu bewahren. Wachstumsstarke Branchen sind mit Volatilität, raschem technologischen Wandel und regulatorischen Risiken verbunden. Anleger, die ihren Wohlstand aus Innovationen beziehen, kombinieren diese Gewinne oft mit Vermögenswerten, die trotz Marktschwankungen stabil bleiben. Die bemerkenswerte Erkenntnis ist, dass Wohlstand, der aus volatilen Sektoren entsteht, oft durch Vermögenswerte gesichert wird, die sich in einem anderen Rhythmus bewegen.

Regionale Vermögensverhältnisse unterstreichen die Bedeutung der Gerichtsbarkeit

Die geografische Verteilung des Vermögens liefert weitere Erkenntnisse. Die Vereinigten Staaten bleiben mit 960 Milliardären, von denen die meisten ihr Vermögen selbst erworben haben, das weltweit größte Zentrum für Privatvermögen. China folgt mit 495 Milliardären, was die Stärke privater Unternehmen in den Bereichen Logistik, Fertigung und Verbrauchertechnologie widerspiegelt. Europa hingegen weist eine stärker erbungsorientierte Struktur auf. Die Zahl der Milliardäre in Deutschland stieg von 156 auf 168, wobei nur ein Viertel davon Selfmade-Milliardäre sind. Hier prägt die generationsübergreifende Planung Investitionsentscheidungen, bei denen Kontinuität und Rechtssicherheit im Vordergrund stehen.
Diese Unterschiede zeigen, dass sich die Diversifizierung für Vermögende über Anlageklassen hinaus auf rechtliche Rahmenbedingungen und politische Systeme ausgeweitet hat. Das übergeordnete Prinzip wird deutlich: Dauerhafte Vermögen positionieren sich in Rechtsordnungen, in denen Regeln, Rechte und Steuern über einen längeren Zeitraum hinweg Bestand haben.

Allokationstrends zeigen eine defensivere Haltung

Die Umfrage von UBS und PwC spiegelt eine vorsichtige Anlagepolitik wider. Nur 64 Prozent der Befragten betrachten die Vereinigten Staaten als den attraktivsten Investitionsmarkt für das kommende Jahr, gegenüber 68 Prozent zuvor. Das Interesse an Westeuropa und Asien hat leicht zugenommen, da Anleger ihr geografisches Engagement diversifizieren.
44 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Allokationen in Hedgefonds steigen werden. Gold, dessen Wert 2024 um mehr als 50 Prozent gestiegen ist, erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit: 31 Prozent planen, ihre Bestände aufzustocken, während nur 3 Prozent eine Reduzierung erwarten. Aktienengagements bleiben relevant, werden jedoch selektiv angegangen. Anleihen stoßen auf begrenzte Begeisterung. Daraus lässt sich ein weiteres Muster ableiten: Resiliente Portfolios sind so konzipiert, dass sie mehreren möglichen Zukunftsszenarien standhalten, anstatt sich auf ein einziges erwartetes Szenario zu verlassen.

Knapheitsbasierte Vermögenswerte gewinnen wieder an zentraler Bedeutung

In den Berichten von UBS, PwC und BCG haben Sachwerte, die auf Knappheit basieren, wieder an Bedeutung gewonnen. In der Umfrage von UBS und PwC gaben 33 Prozent der Befragten an, dass sie ihre Immobilienallokationen erhöhen wollen, während 20 Prozent eine Reduzierung planen. Knappheit, Preisstabilität und Inflationsschutz sind dabei die wichtigsten Treiber.
Solche Vermögenswerte können nicht schnell produziert werden und behalten in der Regel über Konjunkturzyklen und Generationen hinweg ihre Relevanz. Ihre Attraktivität liegt nicht in kurzfristigen Renditen, sondern in ihrer langfristigen Beständigkeit. Daraus ergibt sich ein klares Prinzip: Knappheit stärkt die Stabilität, und Vermögenswerte, die nicht ohne Weiteres reproduziert werden können, tendieren dazu, Portfolios mit besonderer Stärke zu verankern.

Die Schweiz spiegelt moderne Prioritäten der Vermögenssicherung wider

Das Vermögensprofil der Schweiz entspricht weitgehend diesen globalen Mustern. Laut UBS verfügen rund acht Prozent der Erwachsenen in der Schweiz über ein Vermögen von mehr als 1 Million US-Dollar. Mehr als 430 Personen besitzen Vermögenswerte von über 50 Millionen US-Dollar. Laut BCG verwalten Schweizer Institutionen grenzüberschreitende Vermögen in Höhe von fast 2,5 Billionen US-Dollar.
Die Wohnsitzmuster unterstreichen die Rolle der Schweiz. Mehr als ein Drittel der Befragten der UBS-PwC-Umfrage haben mindestens einmal ihren Wohnsitz gewechselt, und die Schweiz erscheint neben Singapur, Monaco, Italien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Vereinigten Staaten durchweg unter den bevorzugten Zielen.
Die Steuerstabilität bleibt ein zentraler Anziehungspunkt. Im November 2025 lehnten rund 78 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten erneut einen Vorschlag zur Einführung einer Erbschaftssteuer auf Bundesebene ab. Die meisten Kantone erheben keine Erbschaftssteuer auf Übertragungen an direkte Nachkommen. Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Vorhersehbare Besteuerung und Rechtssicherheit sind wesentliche Säulen einer langfristigen Vermögensarchitektur.

Schweizer Immobilien zeigen, warum Knappheit eine Rolle spielt

Der Schweizer Immobilienmarkt veranschaulicht diese Prinzipien auf anschauliche Weise. Das Bundesamt für Statistik meldet eine nationale Leerstandsquote von 1,15 Prozent, wobei Zürich und Genf häufig unter einem Prozent liegen. Der Immobilienmonitor 2025 von Wüest Partner zeigt, dass die Wohnimmobilienpreise seit 2000 um etwa 85 Prozent gestiegen sind, in den Grossstädten sogar um mehr als 120 Prozent.
Die Renditen für erstklassige Wohnimmobilien im Zentrum von Zürich oder Genf liegen in der Regel zwischen 2,1 und 2,6 Prozent. Das jährliche Transaktionsvolumen von 60 bis 65 Milliarden CHF unterstreicht die Tiefe des Marktes trotz seiner strukturellen Beschränkungen. Diese Merkmale positionieren Schweizer Immobilien eher als Wertanlage denn als Spekulationsinstrument. Der allgemeine Eindruck ist, dass Immobilien in Märkten, die von Stabilität und Knappheit geprägt sind, als dauerhafter Anker über Konjunkturzyklen hinweg fungieren.

Professioneller Zugang zu Immobilien gewinnt an Bedeutung

Da das Interesse an greifbaren, knappen Vermögenswerten zunimmt, bevorzugen viele Anleger den Zugang über professionell verwaltete Strukturen anstelle von direktem Eigentum. Verwaltung, Mietermanagement und laufende Instandhaltung erfordern Ressourcen, die private Anleger oft nur ungern bereitstellen. Strukturierte Anlageinstrumente bieten einen effizienteren Einstieg in den Schweizer Immobilienmarkt.
CapiWell ermöglicht diesen Zugang, indem es die Beteiligung an professionell verwalteten Schweizer Immobilienportfolios anbietet. Dieser Ansatz ermöglicht es Anlegern, seltene Immobilien in eine diversifizierte Vermögensstrategie zu integrieren, ohne sich um die operativen Anforderungen des individuellen Eigentums kümmern zu müssen.

Wie dauerhafter Wohlstand aufgebaut wird

Über Kontinente und Sektoren hinweg offenbart das Verhalten der Vermögenden eine einheitliche Logik. Dauerhaftes Vermögen hängt weniger davon ab, Renditen zu jagen, als vielmehr davon, Portfolios aufzubauen, die Bestand haben. Sie bevorzugen Knappheit gegenüber Überfluss, stabile Rechtsordnungen gegenüber Unsicherheit und langfristige Widerstandsfähigkeit gegenüber kurzfristiger Aufregung. Schweizer Immobilien mit ihrem begrenzten Angebot und ihrer rechtlichen Klarheit spiegeln diese Prinzipien in konzentrierter Form wider. Das abschließende Muster ist klar: Dauerhaftes Vermögen beruht auf Sachwerten, insbesondere Immobilien, die auch bei Veränderungen an den Finanzmärkten tendenziell stabil bleiben.

Referenzen (APA-Stil)

  • BCG. (2025). Global Wealth Report 2025. Boston Consulting Group.
  • Bundesamt für Statistik. (2024). Wohnungsleerstände in der Schweiz. Schweizerisches Bundesamt für Statistik.
  • PwC & UBS. (2025). Milliardärsbericht 2025. UBS Group AG.
  • UBS. (2025). Global Wealth Report 2025. UBS Group AG.
    Wüest Partner. (2024).
  • Wüest Immobilienmonitor Schweiz. Wüest Partner AG.

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